Reiseerlebnisse Berichtet von Uta und Rudolf Nagel


 

Unterwegs im Rosengarten  September 2005

Auf Wanderwegen und Klettersteigen durch das Reich des Zwergenkönigs Laurin

Dicke Regenwolken begrüßten uns als wir die Dolomiten erreichten. Von den Bergen des Rosengartens war erst einmal nichts zu sehen. Die freundlichen Wirtsleute des Gasthofes "Frommer Alm" strahlten jedoch Optimismus aus. Und sie hatten recht, denn schon am nächsten Tag wurde der Regen von Nebelwolken abgelöst und auch diese verlagerten sich bald in höhere Regionen und dem Wandern stand nichts im Weg.

                             

Den Santnerpaß-Klettersteig mussten wir noch im Nebel absolvieren. Als wir aber nach einer kurzen Pause zur Gartlhütte abstiegen, verzog sich der Nebel und gab einen faszinierenden Blick auf die Vajolettürme frei.

                             

Die Rotwand und die Masarèspitzen hintereinander zu überschreiten bot sich an, zumal sich das Wetter von einer recht guten Seite zeigte. Wir wählten den Aufstieg vom Vajolonpass zum Rotwand-Gipfel und hinab zum Blötzerjoch. Der etwas ausgesetzte Gegenanstieg über eine senkrechte Platte wird oft als Schlüsselstelle bezeichnet, bereitete aber keine Probleme. Eine kurze Wanderung vorbei am Fensterlturm führte uns zur Ferrata Masarè, die sich in ständigem Auf und Ab und durch Kamine sowie ausgesetzte Wandstellen als reine Genusskletterei darstellte. Während wir kletterten wurde in unmittelbarer Nähe ein Hubschraubereinsatz wegen eines verletzten Bergsteigers erforderlich.

                             

Natürlich wollten wir auch noch die eine oder andere Wanderung durchführen. Zwischen Karersee und Latemar bot sich eine Ruhetagswanderung an. Einen Klettersteig aber empfahl uns Karl-Heinz noch. Es war der Oskar-Schuster-Steig zum Plattkofel, ein sehr schöner Felsanstieg, der mit wenig Eisen auskommt.

An unserem letzten Tag war das Wetter schlimmer als am ersten. Pausenloser Regen und Schnee ließen den Abschied nicht schwer fallen.